Werbung ist mehr als plakative Sprüche und verführerische Slogans. Und sie fängt nicht erst bei der gedruckten Werbung an.
Konkret; Viele Selbstständige getrauen sich nicht über ihr Geschäft oder ihre Arbeit zu sprechen. Aus den verschiedensten Gründen, oder Vorbehalten.
Ich will damit nicht sagen, dass wir die Kategorie von Selbstdarsteller nachahmen sollen, die ausschliesslich und gerne über ihre Arbeit, bzw. Erfolge sprechen oder sich sonstwie für clevere Hunde halten (Weibchen wie Männchen).
Mit solch fragwürdigen Beispielen vor den Augen, macht man den Mund erst gar nicht auf; «Ich geb gerne Auskunft, wenn mich jemand fragt, aber sonst …»
Gibt es zwischen dem Schweigen der Lämmer und karrieregeilen Monologen nicht eine Menge Nuancen? Sie finden schon heraus, wann die Gelegenheit und Dosierung passt. Aber dann … dann sollten sie es tun.
Fragen Sie sich: Nerve ich damit? Bin ich lästig? Zu aufdringlich?
Das sind Sie nicht. Oder Sie werden es spüren, wenn es so ist!
den Mut haben, sich zu outen.
die Freiheit haben, über sich zu erzählen.
Werbung in eigener Sache fängt beim Erzählen an. Eine Barriere, über die Selbstständige einfach hüpfen müssen. Im engeren Kreise sowieso – und im Weiteren natürlich auch. ;-)
Sie haben ein gesundes Selbstvertrauen und die nötige Bescheidenheit, dasselbe (die Zeit zu Erzählen) auch anderen einzuräumen. Man wird Ihnen zuhören, nachfragen und neugierig sein. Das hat auch den Effekt, dass Sie ihrem Gegenüber die Gelegenheit geben, Fragen zu Ihrer Arbeit zu stellen. Fragen, die jene schon längst interessiert haben oder auch die pure Neugier, die sie juckt.
Aus heiter hellem Himmel werden nicht die Anderen auf Sie zukommen. Der Schuss kann sogar hinten raus; Ihre Passivität kann das Gegenüber verunsichern: «man weiss ja gar nicht, ob man das Thema ansprechen darf!?”
Wenn Sie erzählen, sind sie ihren Beruf. Sie verkörpern ihn. Sie trennen ihren beruflichen Aspekt nicht ab von sich, weil das jetzt eine private Situation ist.
Ich weiss, manchmal ist das schwierig. Aber ist es nicht so, dass damit ein ganz empfindlicher Teil von uns Selbst berührt wird?
Die Freude am Erzählen ist Vorraussetzung für Werbung in eigener Sache.
Leider hat sich der fatale Glaubensatz „Eigenlob stinkt“ tief in unser Bewusstsein eingegraben. Dabei haben wir als Kinder noch gerne erzählt. Voller Eifer, sogar ein wenig geblufft. Hatten wir nicht eine unbeschreibliche Freude von unseren Heldentaten und Highlights zu erzählen?
Auch der Erwachsene, sollte diese Freude nicht verlieren. An der Arbeit, an der beruflichen Selbstständigkeit. Wenn wir fühlen, das es zu fliessen beginnt. Was auch immer der Inhalt Ihrer Freude ist.
Wenn die Erzähl-Quelle erstmal sprudelt, fühlen wir uns inspiriert und der Tatendrang wächst. Es spielt keine Rolle, ob das Luftschlösser sind …
Jede Manifestation beginnt mit den Gedanken. Darauf folgen naturgemäss Worte. Das setzt Energien in Bewegung. Lassen Sie es nicht beim Gedanken bleiben. Sprechen (oder Schreiben) ist Energie manifestieren.
Wenn dann nichts dazwischen kommt, folgt unweigerlich die Handlung. Energien wollen konkreter werden. Sie wollen keine Gedanken oder (leere) Worte bleiben, sie wollen Materie werden.
Darum ist das Erzählen einen Schritt weiter im Energien bewegen! Es stellt sich nur die Frage: «Welche Information möchte ich in die weite Welt schicken?»
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Auch Facebook ist in gewissem Sinne “erzählen”. Lesen Sie dazu den Artikel Dynamica und ich – 1 Jahr Facebook – meine Bilanz

wie wahr, es wird zuviel darüber nachgedacht was und wer was von einem denkt…? Wen bringt das schon um? Dann kommt da noch das mit der Bescheidenheit, na ja ab und zu pfeiff ich da drauf aber eben..nur ab und zu. Ich LIEBE meine zwei Berufe! * Reden muss ja gelernt sein und ich bin noch lernfähig* :)
Grüessli
Gisella
gell, reden wird auch denen die “reden können” nicht in die Wiege gelegt …, man kann es lernen. danke dir für dein schönes Feedback, gisella.
Lehrreicher Artikel. Cool, wenn man das Thema auch mal aus einer anderen Perspektive betrachten kann.