Facebook und Werbung. Zwei Worte die irgendwie nicht zusammenpassen*.
Mitteilen, teilen, weitererzählen sind die Zauberworte. Logisch, immer schon ist das so gelaufen unter Menschen. Es ist die reinste, älteste Form von Werbung. Wahrscheinlich erzählten sich schon die Atlanter, wo es die schönsten Kristalle gibt. ;-)
Wenn ich die ganze Sache als Leser/Nutzer von Facebook betrachte, ist immer wieder was dabei, dass mich neugierig macht. Und das auf irgendeine Art und Weise kommerziell ist. Wir müssen schliesslich alle leben, oder etwa nicht?
Eine Friseurin postet Fotos einer Hairstylisten-Messe, der Musiker seinen frisch erstellten Beat und der Reithof zeigt Fotos des letzten Turniers.
Also, wie war das nun (als Nutzer) bei mir? Ich habe folgende Anlässe (ganz real) besucht: Theater, weil Urs mitspielte. Metzgete, kenne die Wirtin. Blumen Ausstellung, kenne die Auszubildende. Bauchtanz Schnupperkurs, kenne Leiterin – und an allen war Facebook schuld!
Weiterplappern, erzählen, teilen, auch das ist Werbung! Oder grade das!?
Wir sollten uns besser daran gewöhnen, dass Werbung neue Wege nimmt. Facebook’s Wege sind verschlungen, aber für einige Dinge gradezu perfekt!
Facebook nicht nur privat nutzen.
Dafür gibt es 2 Möglichkeiten:
- Sie haben bereits ein Profil auf Facebook
- und plaudern ab heute einfach vermehrt über ihre Arbeit. C’est tout!
- Gute Sache für 1 Person-Betriebe, Freiberufler, Therapeuten, Künstler, und weitere. Wenn Ihre Fans auf einer eigenen Seite auch gleichzeitig Ihre Freunde im Profil sind, ist eine eigene Seite überflüssig. Bei obigen Beispielen hatten 2 eine eigene Seite (die ich mal mit “gefällt mir” abonniert habe), die anderen waren über das Profil
- Vorteile einer eigenen Seite.
- es können mehrere Administratoren die Seite bedienen. Für Gruppen ist die Seite ein Muss; Theater, Musikbands, Gruppenpraxen, Vereine, Projekte, Organisationen.
- Eine Facebook-Seite lässt sich in der eigenen Homepage oder Blog verlinken, plus von Nutzer abonnieren. (Das geht mit dem Profil nicht. Da muss man sich eines ganz normalen Links bedienen)
- Leser können auch Post’s einstellen und sich austauschen.
- Eine Seite hat mehr Informationsfläche. So lassen sich zusätzliche Registerkarten erstellen. Ganze Veranstaltungen publizieren mit Logo und allem Pipapo.
- eigene Seiten können vom User/Leser abonniert werden. Dann erhalten sie alle Posts automatisch auf die eigene Pinnwand. (Deshalb der Ausdruck “Fanseiten”). Damit lassen sich ausschliesslich diese Leser erreichen, die ihre Post’s erhalten wollen/bzw. abonniert haben.
- Somit trennen Sie die Leser von privatem und beruflichem.
- ein Seite ist dann gut, wenn man seine beruflichen Geschichtchen nicht seinen Neffen oder Nichten zumuten möchte.
- Wenn sich die Abonnenten klar von den Freunden unterscheiden.
- Abonnenten ihrer Seite sind nicht zwingend gleichzeitig Freunde ihres Profils.
Werbung hat sich neu definiert.
Es sind keine plakativen Sprüche, die ziehen. Keine Werbeslogans die verlocken. Bei Sozialen Netzwerken soll der Leser die Person dahinter spüren. Es soll erzählt oder informiert werden. Leser, oder Kunden, wollen die Person (dahinter) spüren, nicht primär das Produkt.
Bilanz nach einem Jahr:
Kriterium 1: Das Erstellen der Seite
Ist ein Kinderspiel und von Facebook genial konzipiert. Dazu einfach auf “Seite erstellen” in der Fusszeile ihrer Startseite. Dann alle wichtigen Info eintragen. Um eine Seite zu erstellen, muss man ein Profil haben oder erstellen, falls Sie neu zu Facebook kommen.
Kriterium 2:
Keine zu hohen Erwartungen haben. Facebook ist ein Medium dass sich nicht planen lässt. So stagniert meine Abonnementenzahl (Fans) der Seite seit einiger Zeit. Falsch wäre jetzt, dauernd alle Freunde anzuschreiben oder sonst für die Seite zu werben. Man muss es geschehen lassen, wem die Seite gefällt und wer sie abonniert.
Facebook ist und bleibt ein freundschaftliches Netzwerk und keine Werbeplattform!
Kriterium 3:
kreativ sein – Informationen versenden: Das geht schnell und einfach; Fotos hochladen, reinstellen von Zeitungsartikeln, Filmen und vieles mehr.
Ich liebe es, spontan Ideen umzusetzen. Das geht mit Facebook kinderleicht, kreativ und schnell!
Kriterium 4:
Die Besucherzahl bei mir ist gestiegen. Das hat mich am meisten erstaunt. Definitiv mehr Besucher auf Homepage, Blog und Shop. Schon nach wenigen Tagen.
Facebookbesucher hüpfen also rüber. Diese Zahlen lassen sich über die Statistik der genannten Medien gut kontrollieren.
Beispiel: Auf dieses Blog kommen die Leser über
- die Homepage Dynamica (Hauptseite www.dynamica-kurse.ch)
- die Suchmaschinen
- verlinkte Seiten, Partnerlinks
Facebook ist in der Jahrestatistik dieser 4 “Zulieferer” auf Platz 2 gerutscht. Direkt nach der Homepage Dynamica und vor den Suchmaschinen!
Kriterium 5:
Mit dem Leser kommunizieren. Da bin ich ein wenig enttäuscht. Hier erhoffte ich mir anfangs mehr. Doch es könnte auch an meiner Zurückhaltung liegen. Es gibt Nutzer, die haben das vielleicht besser drauf. Die machen das auf herrliche, erfrischende Art.
Facebook ist ein lebendiges Ding. Man sollte offen bleiben und schauen was passiert.
Was jetzt? Zusätzlich eine eigene Seite? Oder nur Profil? Inzwischen glaube ich, das spielt keine grosse Rolle.
Wesentlicher finde ich im Umgang mit Facebook: nicht festbeissen, nicht zuviel erwarten, authentisch und natürlich bleiben, nicht zuviel Gewicht geben, entdecken, versuchen, nicht ständig denken, was andere denken, humorvoll, munter, von Du zu Du. Und ab geht die Post!
Sparen sie sich Inseratekosten oder Plakate. Facebook ist besser!
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* Abgesehen von der bezahlten Werbung auf FB
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Sind Sie auch beruflich auf Facebook unterwegs? Was haben Sie für Erfahrungen gemacht?
