Ein bisschen plaudern kann ganz unterhaltsam sein. Während der Arbeit, mit den Klienten.
So ist es beispielsweise eine nette Geste, wenn diese sich nach unserem Befinden erkundigen – aber aufgepasst: Die Zeit zerrinnt unter dem Geplapper!
Das haben Sie bestimmt selbst schon erlebt. Aus der Kundenperspektive. Ich bin da ein etwas empfindliches Naturell. Ich habe schon ein paar Sachen mitunter aus diesem Grund aufgegeben oder aufgehört.
Um zu verdeutlichen, was ich meine: (Beispiele frei erfunden)
Ein Yogakurs der zu spät beginnt, weil die Lehrerin jedesmal mit einer Gruppe eintrudelnder Teilnehmer quasselt. Es scheint zum Drehbuch zu gehören.
Dasselbe kann einem bei Musikstunden, im wöchentlichen Reitunterricht, im MuKi - Turnen oder in Café passieren, wo man sich zum Lesen einer Zeitschrift zurückgezogen hat. Entweder geht die Ruhe drauf, die Bewegung, der Lerneffekt oder das Geld. Je nach dem wie man es sieht.
Vor Jahren ist mir gar Folgendes passiert ist: Mein Garagist erzählt mir während des Radwechselns von seinen Eheproblemen – ich steh nebendran und warte auf mein Auto – und er vergisst die letzen Schrauben anzuziehen. Eine Woche später steht mein Mann vor dem Auto und sagt: «Sag mal, wie fährst denn du rum?? Diese Schrauben sind locker!»
Wie gesagt, kann ja mal vorkommen, so streng simmer ja net. Mir ist es selbst schon öfters passiert, dass sich ein Redeschwall gelöst hat, den ich kaum stoppen konnte. Und der rein gar nichts mit der Sitzung zu tun hatte.
Wenn das aber öfters geschieht und dabei die eigentliche Dienstleistung fast komplett in den Hintergrund tritt – oder sogar Unachtsamkeiten passieren - fühlt sich der Kunde ziemlich verarscht. Mit Recht.
Plapperbarrieren setzen
Steuern Sie die Konversation.
Ein kurzes Feedback, ein knappes Einlassen auf das Thema, ein Streifen der Geschichte, all das wird vom Klienten nicht als unfreundlich wahrgenommen. Er ist ja primär nicht gekommen um zu plaudern.
Vertrauen auf das Gespür.
Bei uns geht es auch sehr darum, authentisch zu sein. Da gehört es dazu, dass man sich mal ereifert. Die Balance zwischen Small-Talk und einer routinierten Sitzung, das ist es!
Die Arbeit konzentriert im Vordergrund halten.
Während Massageanwendungen ist die Plapperanfälligkeit besonders gross: Mein kleiner Trick, vielleicht ist er auch was für sie:
«ich antworte, wenn ich gefragt werde, ziehe das Gespräch aber nicht weiter und schon gar nicht in die Länge und rege es nicht durch eigene Fragen an.»
Dabei kann auch eine Gedankenstütze helfen:
Verpassen Sie sich einen Denkzettel!
Wo fällt ihr Blick drauf, wenn Sie an Ihrem Arbeitsplatz stehen oder sitzen? Kleben Sie eines dieser grellfarbigen Notizzettelchen an die Wand. Sie müssen nichts darauf schreiben.
Das ist in Zukunft ihr Plapperanker.
REDE-STOP MÄDEL!
