Wie schwierig es sein kann, die gewünschte Person, besser die gewünschte Dienstleistung, telefonisch zu erreichen.
Ein ganz reales Beispiel
Mein Sohn wollte sich zum Nothelferkurs anmelden. Die Telefonnummer und Daten hatte ich von einem in der Ortschaft ausgehängten Flyer abgeschrieben. Gut so. Nun, schlussendlich musste er 6 Mal anrufen, bis diese Anmeldung zustande kam! Davon klingelte es bei 4 Versuchen ins “Leere” und 2 Mal wurde der Anruf von einem älteren Kind entgegengenommen. Seine Antwort; “Mutter ist noch nicht da”, brachte meinen Sohn auch nicht ans Ziel. Schliesslich versuchte er es auch zu Tageszeiten, “wo man eigentlich nicht anruft”. Bis zur definitiven Anmeldung vergingen fast 2 Wochen und das nur, damit sein Name endlich auf diese Teilnehmerliste kommst!
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Ziemlich viel Aufwand für eine kleine Sache, meinen Sie nicht auch? Dafür kann es nur folgende Gründe geben:
Die Samariterlehrerin arbeitet und dies zu Zeiten, wo sich Jugendliche bevorzugt anmelden. Also ab 17.00 Uhr usw.
Dies eigentlich auch gar kein Hinderniss ist, wenn man Name usw. auf einen Beantworter sprechen könnte, oder Familienmitglieder sich die Anmeldung notieren.
und die Samariterlehrerin
a) genau weiss, dass der Kurs am Schluss sowieso voll ist. (Weil er absolviert werden muss, weil er nur 2 x jährlich stattfindet. Weil man den Kurs bevorzugt in der eigenen Gegend absolviert.)
b) Sie nicht davon leben muss. Also die Einnahmen in eine Vereinskasse wandern.
c) Sie dafür keine Aufwände haben will. An Teilnahmebestätigung oder Quittung ist gar nicht zu denken …
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Als Selbständigerwerbende, ob nun wenig Teilzeit, viel Teilzeit, oder Vollzeit, können uns solche Dinge nicht leisten. Und bei uns wird sich der Kunde wohl kaum mehr als 2 Mal melden, denn eine Heilbehandlung oder Beratung muss man nicht von Rechtes wegen durchführen. Mal abgesehen davon, was das für Ihr Image bedeutet.
Sie werden kaum von verpassten Anrufen erfahren. (Ohne Sie gehören zu den Fleissigen die ihr Telefon auf unbeantwortete Anrufe kontrollieren. Sofern Sie denn ein solches Gerät haben.)
Aus der Perspektive des Klienten:
“Existiert dieses Geschäft nun oder nicht?”
Ein potentieller Kunde soll bei ersten Anruf wissen; Hier bin ich am richtigen Ort. Auch wenn der Anruf nicht persönlich beantortet wird, bzw. beantwortet werden kann.
Ein Anrufbeantworter ist längst aktzeptiert, sofern man nicht nur diesen erwischt. Er erfüllt auch folgende wichtige Rolle: Ist dieser dem Zweck entsprechend besprochen, weiss der Kunde. “Hier bin ich richtig”.
Wenn ich bedenke, wieviel (später treue )Klienten mir schon “durch die Lappen” wären, wenn ich Anrufe nicht umgeleitet oder nach hinterlassener Telefonnummer auf dem Beantworter, nicht zurückgerufen hätte. Sollte mal der Beanworter ausgeschaltet sein, checke ich die eingegangenen Anrufe. Ein Rückruf zuviel ist besser als gar keiner.
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Finden Sie das ganze Thema etwas übertrieben?
Wenn Sie ein Schuhgeschäft eröffnen würden, wäre es für Sie nicht selbstverständlich, das sie selbst oder eine Angestellte im Geschäft ist? Oder einen Coiffeursalon? Würden Sie das Telefon nicht hüten wie ein Augapfel?
Weshalb glauben soviele ganzheitliche Therapeuten, die dies oft zuhause tun, in Teilzeit tun, vielleicht noch am Beginn stehen, das diese Regeln für sie (noch) nicht so wichtig sind?
